aktualisiert am 19. Oktober 2018 | erstellt im September 2016

 

 

Gemeinsam mit seiner Ehefrau  möchte Dr. Peter Ansari (Depressionsforscher), mit seinem Informationsblog, depressiven Menschen helfen eine Orientierung zu finden.

Er berichtet über: 

 - Die Wirksamkeit von Antidepressiva

 - Die Schwierigkeiten beim Absetzen

 - Die verschwiegenen Nebenwirkungen

 - Pharmaskandale

 - Alternativen zur Chemischen Therapie

 

Zitat Dr. Ansari: Die öffentliche Wahrnehmung hat sich in den vergangenen dreißig Jahren drastisch verändert. Früher galten Depressionen als vorübergehende Erkrankung. Jetzt soll es eine chronische Erkrankung sein. Am meisten verwundert jedoch, dass eine dauerhafte Medikamenteneinnahme hilfreich sein soll.

Unterstützt von seiner Ehefrau Sabine Ansari (Heilpraktikerin) - sie möchte Menschen helfen die richtige Therapiemethode zu finden.

Zitat Sabine Ansari: Zu den weit verbreiteten chemischen Antidepressiva gibt es zahlreiche natürliche Alternativen, mit deutlich weniger Nebenwirkungen. Besonders hilfreich können individuelle Therapien sein, bei denen die Erkrankten Methoden lernen, die ihnen im täglichen Leben helfen, besser mit Gefährdungen umzugehen.

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erstellt am 13. Juni 2018

Dr. Peter Ansari im Gespräch mit Dr. Michael P. Hengartner, klinischer Psychologe der Zürcher Hochschule

Dauerhafte Antidepressivaeinnahme schadet

Der klinische Psychologe Dr. Michael P. Hengartner von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat die Langzeitdaten von Personen mit Depressionen ausgewertet (Link). Dabei zeigte sich bei Patienten, die über einen langen Zeitraum antidepressive Medikamente eingenommen hatten, eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs im Vergleich zu Patienten, die nur kurzzeitig oder gar keine Medikamente eingenommen hatten.

Depression-Heute: Herr Hengartner, die Patienten ihrer Untersuchung wurden über einen Zeitraum von 30 Jahren wiederholt untersucht. Können Sie kurz beschreiben, was es mit dieser Personengruppe auf sich hat und wie Sie an die Daten gelangt sind ?  ganzen Beitrag lesen

Quelle | www.depression-heute.de

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erstellt am 3. April 2018

Depressionen-Heute im Gespräch mit Peter Lehmann

Interview: Peter Lehmann: Psychopharmaka verschreiben - ohne Aufklärung - ist eine Straftat

Peter Lehmann ist Deutschlands renommiertester Psychiatriekritiker. Seit den frühen 80er Jahren beschreibt er Missständen in den Psychiatrien, setzt sich für die Rechte von psychiatrischen Patienten ein und veröffentlicht Informationen über alternative Therapiekonzepte. Er ist dafür unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Depression-Heute hat mit Ihm über sein neues Buch gesprochen, das er gemeinsam mit einem Psychiater und zwei Ärzten, geschrieben hat:

 

Neue Antidepressiva, Atypische Neuroleptika – Risiken, Placebo-Effekte, Niedrigdosierung und Alternativen von Peter Lehmann, Volkmar Aderhold, Marc Rufer und Josef Zehentbauer

Buchquelle | Peter Lehmann

 

Warum hast du das Buch geschrieben? Finden sich nicht alle wichtigen Informationen in den Beipackzetteln der Medikamente ?

Peter Lehmann: Viele wichtige Informationen über unerwünschte Wirkungen und Probleme bei der Langzeitanwendung von Antidepressiva und Neuroleptika findet man nicht immer dort, wo man sie erwartet. In der Schweiz werden die Herstellerinformationen an anwendende Ärzte im Internet veröffentlicht. Aber in Deutschland und Österreich muss man Arzt sein, um an die entsprechenden Verzeichnisse zu gelangen. Ich habe diese Fachinformationen  ausgewertet und aus der medizinischen Fachsprache in eine verständliche Umgangssprache übersetzt, was oft nicht einfach war.

Die Leser erhalten dadurch nackte Minimalfakten über die Psychopharmaka ohne subjektiv eingefärbte Marketingstudien. Die Betroffenen sollen dadurch – in Kenntnis der Risiken, Schäden und Alternativen – für sich entscheiden, ob sie in ihrer konkreten Situation diese Substanzen einnehmen wollen, alternativ behandelt werden möchten, Selbsthilfeaktivitäten in Angriff nehmen  oder einfach abwarten.

Das Buch wäre nicht nötig, wenn im gesetzlich erforderlichen Umfang aufgeklärt  würde. Studien zeigen, dass über die erwünschten und unerwünschten Wirkungen  von Psychopharmaka nicht zu Beginn der Behandlung, nicht in deren Verlauf und nicht beim Übergang in die Langzeitbehandlung aufgeklärt wird.....

ganzes Interview lesen

Quelle | depressionen-heute.de

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aktualisiert am 11. Februar 2018 | erstellt im September 2016

 

Eine umfangreich, aufgearbeitete Website in der man sich über die Probleme mit Psychopharmaka informieren kann ist das ADFD.
 

Dort erhält man auch Hilfen zum Absetzen von Psychopharmaka.

Das ADFD ist eine private Initiative von Betroffenen und bietet Menschen, die unter Nebenwirkungen oder Absetzschwierigkeiten während bzw. nach der Einnahme von Psychopharmaka leiden, die Möglichkeit, sich gegenseitig im Sinne einer virituellen Selbsthilfegruppe zu unterstützen.
 

Internet – www.adfd.org

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erstellt am 6. April 2018

     

Neuroleptika reduzieren und absetzen

Eine Broschüre für Psychose-Erfahrene, Angehörige und Professionelle aller Berufsgruppen

Eine wichtige Frage in der psychiatrischen Versorgung ist die Dosierung von Neuroleptika. Der trialogisch zusammengesetzte DGSP-Fachausschuss „Psychopharmaka“ hat Forschungsergebnisse und Erfahrungen zusammengetragen: Wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit Neuroleptika  – und auch ein mögliches Reduzieren – gelingen? Die Autorinnen und Autoren führen Beispiele an, spiegeln Erfahrungen aller Beteiligten und zeigen behutsame Wege auf. Sie nennen Bewältigungsstrategien gegen Ängste, erklären Frühwarnzeichen von Krisen und ermuntern zu persönlichen Checklisten.

Die Broschüre wird als kostenfreier Download auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. angeboten.

Quelle | DGSP - Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.

 

 

 

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erstellt am 6. April 2018

weitere Informationen zum risikoarmen Absetzen von Psychopharmaka

deutschsprachige Version:

Harm Reduction-Leitfaden zum risikoarmen Absetzen von Psychopharmaka

Autor Will Hall

Quelle | willhall.net

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aktualisiert am 19. Oktober 2018 | erstellt am 10. Februar 2018

Psychopharmaka

Keine Wunderpillen

Psychopharmaka haben einen zweischneidigen Ruf. Zweilfellos helfen sie Menschen mit psychischen Krankheiten, ihren Alltag zu bewältigen. Kritiker verweisen aber darauf, dass oft zu schnell auf sie zurückgegriffen wird.

Jann E. Schlimme ist niedergelassener Psychosenpsychotherapeut und leitete bis zum Frühjahr 2015 eine Sprechstunde zum Reduzieren oder Absetzen von Psychopharmaka an der Charité. Er kritisiert, dass das Problem der Abhängigkeit bei Antidepressiva und Neuroleptika oft ignoriert werde. Dazu muss gesagt werden, dass »Abhängigkeit« von Antidepressiva und Neuroleptika etwas anderes meint als zum Beispiel Alkoholismus.

Es geht nicht darum, dass der Patient eine Sucht entwickelt und immer mehr von dem Mittel verlangt. Das Problem besteht in der Anpassung des Organismus, einschließlich des Hirnstoffwechsels, an die Wirkung der Medikamente. So steht zum Beispiel nach dem Absetzen von Serotoninwiederaufnahmehemmern an der empfangenden Nervenzelle weniger Serotonin zur Verfügung als während der Medikamenteneinnahme. Denn es wird auf einmal viel schneller wieder in die sendende Zelle zurücktransportiert. In der Folge sei es sehr wahrscheinlich, dass bei einem plötzlichen Absetzen des Medikaments Entzugserscheinungen auftreten, sagt Schlimme.

Nach wie langer Zeit solche Abhängigkeitsmechanismen auftreten, lässt sich nicht eindeutig sagen und ist individuell verschieden. »Ab sechs Monaten können Sie aber ziemlich sicher sein, dass beim Absetzen oder Dosisreduzierung Entzugserscheinungen auftreten«, sagt Jann Schlimme.

Diese Effekte nach dem Absetzen können für einen depressiven oder psychotischen Patienten besonders unangenehm sein, weil die Entzugserscheinungen leicht mit den eigentlichen Symp­tomen verwechselt werden können. »Wenn man die Medikamente weglässt, weiß man gar nicht, was los ist«, sagt Schlimme. »Sind es Entzugserscheinungen? Meine ursprüngliche Depression?« In jedem Fall sei es wichtig, dass eine Reduktion nur in kleinen Schritten erfolgen und therapeutisch begleitet werden sollte.

ganzen Artikel lesen

Quelle | tagesspiegel.de | Artikel von Anna Ilin 

 

 

WDR Beitrag: 

Zudröhnen oder Ausschleichen ? Die neuen Pfade der Psychiatrie

Quelle | wdr.de

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erstellt am 29. Oktober 2017

Antidepressiva: Vorsicht beim Absetzen

Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva) werden millionenfach verschrieben und eingenommen. Beliebt sind vor allem Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), weil sie in vielen Fällen recht schnell helfen und deutlich weniger Nebenwirkungen haben als frühere Antidepressiva. Doch Experten kritisieren, dass Antidepressiva oft zu schnell und ohne sorgfältige Diagnose verschrieben werden. Nach langer Einnahme können beim Absetzen der Medikamente Probeme auftreten.

Symptome beim Absetzen von Antidepressiva

Wer Antidepressiva nach einer Einnahmedauer von mehr als sechs Monaten absetzt, muss in einigen Fällen mit diesen Symptomen rechnen:

  • Wenige Tage bis maximal sechs Wochen nach dem Absetzen können vorübergehend grippeähnliche Beschwerden, Unruhe, Schlaflosigkeit, Gefühlsstörungen und Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

  • Beim sogenannten Relapse-Syndrom treten frühere depressive Symptome verstärkt auf.

  • Ein dauerhaftes (persistierendes) Entzugssyndrom kann neue und alte Symptome umfassen und Monate bis Jahre anhalten. Oft ist es schwer von einem Rückfall zu unterscheiden.

Nicht selten werden die Entzugserscheinungen mit einem Wiederauftreten der Depression verwechselt und wiederum mit Antidepressiva - in höherer Dosierung - behandelt.

 

Was genau sich im Gehirn unter dem Einfluss der Antidepressiva abspielt, ist bislang ungeklärt - doch dass sich der Körper daran gewöhnt, ist sicher. Berliner Forscher wollen in einer Studie herausfinden, wer beim Absetzen von Antidepressiva von Rückfällen bedroht ist, und wer die Medikamente vermutlich ohne Probleme wieder wird absetzen können. Weiter zum ganzen Beitrag

 

Quelle |NDR.de | Visite | Sendung vom 02.05.2017

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erstellt am 11. Februar 2018

Absetzen von Antidepressiva führt zu Entzugssymptomen

Immer mehr Patienten nehmen Antidepressiva über einen sehr langen Zeitraum ein. Wie schwierig das Absetzen ist, zeigen zwei aktuelle Studien. Einige Entzugssymptome gleichen psychiatrischen Diagnosen.

Einer von zehn Erwachsenen bekommt mittlerweile ein Antdipressivum verschrieben. Ein Drittel bis die Hälfte käme jedoch ohne die Medikamente besser klar und würde so wieder mehr Selbstvertrauen fassen und Nebenwirkungen vermeiden, meint Professor Tony Kendrick von der University of Southampton, England. Doch das Absetzen der Medikamente sei zugegebenermaßen schwierig. „Wir wissen um die Problematik. Entzugssymptome wie Angst und depressive Verstimmungen sind zwar in der Regel vorübergehend, fühlen sich aber genauso an wie jene Symptome, die ausschlaggebend für die Einnahme der Antidepressiva waren“, zitiert ihn die Universität in einer Medienmitteilung. Daher sei es verständlich, dass sich Patienten mit dem Aufhören schwer tun. „Sie fühlen sich wieder zurückgeworfen“, so Kendrick.

Es muss Alternativen zu Antidepressiva geben

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Neuseeland-Studie zeigt krasse Nebenwirkungen

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Entzug ist ein langer Leidensweg

Zum Beispiel wird dieser Studienteilnehmer anonym zitiert: „Ich wurde von meinen Ärzten nie über die Langzeiteffekte informiert, geschweige denn über Abhängigkeit, und habe heftigste Entzugserscheinungen auf Suizidal-Niveau durchlebt. Nur weil ich hartnäckig blieb, habe ich den langen Leidensweg überstanden und mich schließlich selbst entwöhnt.“ Ein anderer berichtet nach 15 Jahren Einnahme von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI): „Ich fürchte mein Gehirnchemie ist für immer so verändert, dass ich ohne SSRI nicht mehr normal sein kann. Wann immer ich versucht habe aufzuhören, haben mich Entzugssymptome davon abgehalten.“

Fazit der Studienautoren: Informationen über das Absetzen von Antidepressiva und eine bessere Unterstützung beim Bewältigen der Entzugssymptome sind dringend geboten.

ganzer Artikel

Quelle | gesundheitsstadt-berlin.de | von Beatrice Hamberger | Artikel vom 15. August 2016

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erstellt am 1. März 2018

Interaktionen
Achtung bei Antidepressiva


Die Identifikation und der Ausschluss von Interaktionen bei gleichzeitiger Gabe mehrerer Arzneimittel
zählen zu den vorrangigen Aufgaben des Apothekers. Die zugrunde liegenden Mechanismen werden heute gut verstanden.

Insbesondere das Interaktionspotenzial von und mit Antidepressiva ist groß. Bei der Behandlung von Depressionen findet häufig eine
sequenzielle Umstellung auf andere Substanzen statt – ein zusätzliches Risiko für Wechselwirkungen. Da gerade Depressionen mit zahlreichen, ebenfalls therapiebedürftigen Begleiterkrankungen einhergehen, ist die Gefahr von Interaktionen mit anderen gleichzeitig indizierten Arzneistoffen besonders groß und spezielle Vorsicht geboten.

Gute Grundlagenkenntnisse

Das Risiko für Arzneimittelinteraktionen wächst mit der Zahl parallel eingenommener Medikamente...

zum ganzen Artikel
 

Quelle | Pharmazeutische Zeitung online | von Prof. Dr. Christoph A. Ritter u. Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Greifswald | Beitrag erschienen in Ausgabe 47/2009

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erstellt am 2. März 2018

Sehstörungen bekannte Nebenwirkung von Psychopharmaka

Sehstörungen gehören zu den bekannten Nebenwirkungen von vielen Psychopharmaka, darunter auch Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). „Medikamente können nicht nur Symptome deckeln und Heilung bringen, sondern viel Schlimmeres verursachen, vor allem bei hohen Dosierungen und häufigen Wechseln“, warnt Dr. Peter Ansari vom pharmakritischen Blog „Depression-Heute.de“. Der Depressionsforscher hält es nicht nur für denkbar, dass Psychopharmaka...

ganzen Artikel lesen

Quelle | gesundheitsstadt-berlin.de | von Beatrice Hamberger | Artikel vom 31.März 2015

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erstellt am 29. März 2018

Wie gut wirken Antidepressiva ?

Millionen Menschen leiden unter Depressionen - Dutzende Medikamente versprechen, die Beschwerden zu lindern. Forscher haben nun mehr als 500 Studien ausgewertet, um den Nutzen der Mittel genauer zu beziffern....ganzen Beitrag lesen

Quelle | spiegel.de - Spiegel Online | von Nina Weber | Artikel vom 22.02.2018

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