aktualisiert am 1. Januar 2018 | erstellt im September 2016


Psychopharmaka sind keine Lösung: Forscher äußern Kritik

Die derzeit verfügbaren Medikamente können die Symptome psychischer Störungen nicht dauerhaft lindern. Zu diesem Schluss kommen die Psychologen Prof. Dr. Jürgen Margraf und Prof. Dr. Silvia Schneider von der Ruhr-Universität Bochum in einem Kommentar in der Zeitschrift „EMBO Molecular Medicine“.

Margraf und Schneider tragen zahlreiche Belege zusammen, die gegen eine nachhaltige Wirkung von Psychopharmaka sprechen. Medikamente gegen Depression, Angststörungen und das Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom wirken nur kurzfristig; setzt der Patient sie ab, kehren die Symptome zurück. So lautet das Fazit der zitierten Studien. Eine langfristige Einnahme der Arzneien könne sogar negative Folgen haben, etwa ein gesteigertes Risiko für eine chronische Erkrankung oder erhöhte Rückfallraten.

Psychotherapien wie die Kognitive Verhaltenstherapie erzielen laut den Autoren hingegen langfristig deutlich besser anhaltende Effekte. „Das Hauptproblem mit der Psychotherapie sind nicht die Wirksamkeit oder Kosten“, sagt Silvia Schneider. „Es ist die mangelnde Verfügbarkeit.“ Während Psychopharmaka schnell verabreicht werden könnten, müssten Betroffene oft lange auf einen Therapieplatz warten.

Die Bochumer Psychologen befassen sich in ihrem Artikel auch mit der Frage, warum es nach 60 Jahren intensiver Forschung keine besseren Therapieoptionen gibt. Verantwortlich ist ihrer Meinung nach die weit verbreitete Vorstellung, psychische Störungen könnten sich allein mit biologischen Konzepten erklären lassen.

„Es ist heute Standard, den Patienten und der Öffentlichkeit zu erzählen, dass ein aus dem Lot geratenes Neurotransmittersystem die Ursache für psychische Erkrankungen ist“, erklärt Jürgen Margraf. Dabei sei nach wie vor nicht klar, ob dieses Phänomen Ursache oder Folge sei. Soziale Faktoren dürften nicht vernachlässigt werden. Auch die starren Kategorien von „krank“ und „gesund“ seien bei psychischen Störungen mit ihren vielen unterschiedlichen Ausprägungen nicht hilfreich, so Schneider und Margraf.

Die Autoren fordern, die Forschung zu biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren besser zu verzahnen und den engen Blick auf mögliche biologische Ursachen zu weiten. Große Pharmaunternehmen müssten das Marketing im Bereich Psychopharmaka zurückfahren. Außerdem sollten Betroffene schneller Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten bekommen.

Quelle | Medizin Aspekte - medizin-aspekte.de 

Textquelle | EMBOpress - embomolmed.embopress.org

 

 

Fakultät für Psychologie 

Klinische Psychologie Und Psychotherapie

Prof. Dr. Jürgen Margraf

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Fakultät für Psychologie 

Klinische Kinder - und Jugendpsychologie

Prof. Dr. Silvia Schneider

Quelle | Ruhr-Universität Bochum

 

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Psychotherapie - Reden statt schlucken

Die derzeit verfügbaren Medikamente können die Symptome psychischer Störungen nicht dauerhaft lindern. Psychologische Betreuung wäre ein weit effizienterer und nebenwirkungsfreier Ansatz, legt nun eine umfangreiche Studie nahe.

Medikamente helfen langfristig nicht gegen psychische Störungen – diese Meinung vertreten die Bochumer Psychologen Prof. Margraf und Prof. Schneider der Ruhr-Universität. In zahlreichen Studien haben sie Daten zusammengetragen, die eine nachhaltige Wirkung von Psychopharmaka infrage stellen, teils sogar negative Folgen bei längerer Einnahme dokumentieren.

Dauerhaft wirksamer seien laut dem Forscherteam Psychotherapien. Die Autoren fordern, psychische Krankheiten nicht allein auf biologische Ursachen zu reduzieren, sondern Forschung zu biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren besser zu verzahnen.

hier geht es zum ganzen Beitrag  

Originalpublikation

Quelle | DocCheck News | Artikel vom 19. September 2016

 

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erstellt am 3. November 2016

Wie leichtfertig werden Antidepressiva verschrieben ?

Test einer Reporterin der Senderreihe Odysso - Wissen im SWR

Quelle | Odysso - Wissen im SWR | Sendung vom 17.12.2015

 

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erstellt am 5. November 2016

Psychotherapie: Das kranke Milliardengeschäft mit der wunden Seele

Es ist ein warmer Frühlingsvormittag, als Erika Wittmann den Krieg gegen ihren Körper verliert. Sie sitzt am Empfang der Düsseldorfer Arztpraxis, in der sie seit Jahren arbeitet, eine Frau in ihren unaufgeregteren Jahren, warm und offen, als von einer Sekunde auf die andere eine Hälfte ihres Gesichts seltsam taub wird. Auf Stirn und Wangen bricht ihr kalter Schweiß aus. Ein Gedanke durchzuckt sie: "Scheiße, Schlaganfall." Ihre Chefin, die Ärztin, hat denselben Verdacht und ruft einen Krankenwagen.

Wenig später verschwindet Wittmann in der Röhre eines Kernspintomografen. Sie denkt, dass vielleicht alles miteinander zusammenhängt: der Tod ihres Bruders, die Schlaflosigkeit, die sie seit Monaten quält. Manchmal hat sie zwei, drei Nächte hintereinander nicht geschlafen. Sie ist gerade mal 40, viel zu jung für einen Schlaganfall.

"Sie brauchen dringend eine Psychotherapie", sagt der Arzt schließlich, als er seine Untersuchungen beendet hat. Wittmanns Körper fühlt sich krank an, weil ihre Seele wund ist. Schwere depressive Episode, schwere Schlafstörung, andauernde Persönlichkeitsänderung. So wird es Wochen später auf dem Diagnosebogen ihres Therapeuten stehen.

Dieses Papier macht Erika Wittmann zu einem Fall unter Hunderttausenden. In Deutschland steigt die Zahl der diagnostizierten seelischen Leiden...ganzen Beitrag lesen

 

Quelle | WELT N24 | von A. Dowideit, M. Neller | Artikel vom 7.11.2011

 

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erstellt am 2. Oktober 2016

Depressionen Heute - Informationen über Antidepressiva

Mit seinem Informationsblog möchte Dr. Peter Ansari ( Depressionsforscher) depressiven Menschen helfen eine Orientierung zu finden.

Zitat Dr. Ansari: Die öffentliche Wahrnehmung hat sich in den vergangenen dreißig Jahren drastisch verändert. Früher galten Depressionen als vorübergehende Erkrankung. Jetzt soll es eine chronische Erkrankung sein. Am meisten verwundert jedoch, dass eine dauerhafte Medikamenteneinnahme hilfreich sein soll.

Unterstützt von seiner Ehefrau Sabine Ansari (Heilpraktikerin) - sie möchte Menschen helfen die richtige Therapiemethode zu finden.

Zitat Sabine Ansari: Zu den weit verbreiteten chemischen Antidepressiva gibt es zahlreiche natürliche Alternativen, mit deutlich weniger Nebenwirkungen. Besonders hilfreich können individuelle Therapien sein, bei denen die Erkrankten Methoden lernen, die ihnen im täglichen Leben helfen, besser mit Gefährdungen umzugehen.

Quelle | depressionen-heute.de

 

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erstellt am 3. November 2016

Psychopharmaka Absetzsyndrom

Das sogenannte „Psychopharmaka Absetzsyndrom“ nach dem Gebrauch von psychotropen Substanzen ist ein wichtiges Thema in meinem Blog, schreibt Moni / Psychologin in Ausbildung aus Wien,

in ihrem Blog My Free Mind

Quelle | My Free Mind - Für Mehr Freiheit, Mut Und Stärke

 

 


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