aktualisiert am 22. Juni 2018 | erstellt am 27. Januar 2017

 

erstellt am 22. Juni 2018

Chirurgie

Lukrative Prothesen

Kniefall vor dem Geschäft

Schmerzen im Knie ? Wenn Ärzte ein künstliches Gelenk vorschlagen, ist das womöglich nicht nur im Interesse des Patienten, legt eine Analyse nahe.

Prothesen können die Schmerzen in arthritischen Knien lindern. Doch nicht immer ist der Rat zur OP nur medizinisch begründet.

Liegt’s an den kniefreien Lederhosen? Oder der ausgeprägteren Wanderlust im Süden der Republik? Jedenfalls ist es im trachtentreuen und sportbewegten Bayern um rund 70 Prozent wahrscheinlicher als in Berlin, im Laufe seines Lebens ein künstliches Kniegelenk eingeschraubt zu bekommen.

 
Nicht nur selbstlose Motive

Das hat eine Analyse des Science Media Centers (SMC) von Daten des Statistischen Bundesamtes ergeben. Demnach gab es 2016 im Freistaat 260 Knie-OPs pro 100 000 Einwohner, während es in der Bundeshauptstadt nur 153 waren. Auch in den anderen Bundesländern variierte die Zahl der Eingriffe teils erheblich. Eines aber galt für die gesamte Republik: Seit 2013 haben Knie-OPs um 18,5 Prozent zugenommen.

Die Erklärung dafür ist leider nicht allein, dass Ärzte eine wirksame Therapie nun selbstlos häufiger einsetzen und Patienten mit Schmerzen helfen. Seit 2013 bekommen Kliniken für diese Art der Operation schlicht mehr Geld. So konnten für eine der häufigsten Fallpauschalen im Jahr 2013 rund 7200 Euro geltend gemacht werden, 2016 waren es rund 7900 Euro, rechnet das SMC vor.

Auch wenn es meist viele Gründe für den Anstieg von Eingriffen oder Therapien gebe, lasse sich belegen, dass „Fallzahlen steigen, wenn eine Fallpauschale aufgewertet wird“, sagt Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin, einer der Autoren der Studie, die von der Bertelsmann-Stiftung am Dienstag vorgestellt wurde. Demnach wird es auch in Zukunft mehr Knie-OPs geben: 2018 wurden die Pauschalen erneut angehoben.

Immer mehr jüngeren Patienten wird zur OP geraten

Kann man sich als Patient also darüber freuen, dass die Kliniken nun endlich mehr Geld bekommen und Ärzte nicht mehr zögern, eine teure, aber wirksame und nötige Operation einzusetzen?

Leider nein. Die Zahlen zeigen nämlich, dass nicht etwa nur jene Patienten – wie medizinisch gefordert – behandelt werden, deren letzte Option eine Prothese ist. Die OP wird auch immer mehr jüngeren Patienten unter 60 Jahren aufgeschwatzt: 2016 waren es rund 31 Prozent mehr als noch 2009. Das Problem dabei ist: Die Prothese bleibt so lange im Körper, dass sie aufgrund der Beanspruchung ausgetauscht werden muss – womöglich sogar mehrfach.

Allerdings hat schon eine einzige Knieersatzoperation eine vergleichsweise hohe Komplikationsrate. Nur 43 Prozent der Versicherten der Barmer GEK sind einer Studie zufolge mit der Prothese zufrieden. Und rund 30 Prozent waren auch sechs Jahre nach der Operation noch auf Schmerzmittel angewiesen. Eigentlich sollte der Einbau eines künstlichen Gelenks also für die behandelnden Ärzte das allerletzte Mittel sein, um dem Patienten zu helfen. Stattdessen schließen Kliniken sogar Verträge mit niedergelassenen Orthopäden, in denen lukrative Prämien für die Überweisung von Knie-OP-Patienten vereinbart werden, so das SMC.

 

Der Fall zeigt einmal mehr, wie schmal der Grat zwischen einer fairen Entlohnung für eine wirksame Therapie und dem Missbrauch der Gesundheit des Patienten für die Sanierung der Klinikbilanz ist. Für die Patienten bedeutet es, sich besser genau zu informieren, ob eine Operation wirklich ihnen selbst nützt – oder eher anderen im Gesundheitssystem.

 

Quelle | Der Tagesspiegel |  Autor- Sascha Karberg | Artikel vom 19.06.2018

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erstellt am 29. März 2018

Politik

Neue Festbeträge ab 1. April 2018

Patienten müssen in der Apotheke mehr zuzahlen

Quelle | DAZ.online.de | von jb/DAZ.online | Artikel vom 28.03.2018

 

Aktuelle Zuzahlungsbefreiungsliste für Medikamente

Die Zahl der zuzahlungsfreien Medikamente kann sich alle 14 Tage ändern. Die jeweils gültige Gesamtliste der im Handel erhältlichen zuzahlungsbefreiten Arzneimittel finden Sie HIER

Quelle | aponet.de - Offizielles Gesundheitsportal der deutschen Apothekerinnen

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erstellt am 11. März 2018

Politik|Soziales

Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler

Die Techniker Krankenkasse hat 2017 einen Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler verzeichnet. 5.500 Versicherte hätten sich 2017 an die gesetzliche Krankenkasse gewendet, weil sie bei sich einen Behandlungsfehler vermuteten, sagt eine TK-Sprecherin. Das sei ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zu 2016.

Die meisten Beschwerden gab es über Behandlungen beim Chirurgen (1.477 Verdachtsfälle). Danach folgten Zahnärzte (920 Verdachtsfälle), Allgemeinmediziner (546 Fälle) und Orthopäden (351 Fälle). Auf die innere Medizin entfielen 221 Beschwerden, Gynäkologen kamen auf 219 und Augenärzte auf 216 Fälle. Im vergangenen Jahr hat die TK den Angaben zufolge mehr als 15 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Fehlbehandlungen zurückgefordert.

Hohe Dunkelziffer an unentdeckten Behandlungsfehlern

Medizinrechtsexperte Christian Soltau erklärt: "Die Versicherten sind heute wesentlich kritischer und selbstbewusster als früher." Die "Götter in Weiß" seien heute normale Dienstleister. "

Deshalb...zum ganzen Beitrag

Quelle | t-online.de Gesundheit | von Rupper Mayr, dpa | Artikel vom 11. 03.2018

 

erstellt am 13. März 2018

weiterer Link:

Techniker Krankenkasse

Versicherte beschweren sich häufiger über Behandlungsfehler

Quelle | DAZ online | dpa / ks | Artikel vom 12.03.2018

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erstellt am 13. Januar 2018

Politik|Soziales

Operieren und kassieren

In Deutschland entscheidet häufig allein der Wohnort darüber, ob ein Patient operiert wird oder nicht. Das ist das Ergebnis einer aufwändigen Recherche im Auftrag des WDR.

Warum werden in den alten Bundesländern deutlich mehr Kaiserschnitte gemacht als in den neuen ? Warum werden erstaunlich viele Kniegelenksprothesen ausgerechnet in Bayern eingebaut, die meisten Füße in einem Landkreis Thüringens amputiert ? Warum werden in Osthessen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt fast dreimal mehr Menschen am Rücken operiert ?

Wie kann es in Deutschland zu solch extremen regionalen Unterschieden kommen ? ganzen Beitrag lesen

 

Der Film

"Operieren und kassieren"

macht deutlich, wie unzureichend das Kontrollsystem von Behörden und Krankenkassen ist: Selbst bei Verdacht auf unnötige und teure OPs gibt es kaum Handlungsmöglichkeiten.

Interessierte können sich im OP-Atlas Deutschland detailliert über die Situation an ihrem Wohnort informieren. Dort erhalten sie auch wichtige Hinweise, wie sich Patienten besser vor überflüssigen und riskanten Operationen schützen können.

Quelle | 3sat.de

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erstellt am 29. September 2017

MRT-Kontrastmittel

MRT-Kontrastmittel: Die umstrittene Gefahr

Ob gadoliniumhaltige MRT-Kontrastmittel unbedenklich sind, darüber wird kontrovers diskutiert. Trotz Ablagerungen im Gehirn gibt es keinen Hinweis auf negative Folgen. Ärzten wird dennoch empfohlen, mit möglichst niedrigen Dosen zu arbeiten.

Seit Anfang des Jahres häufen sich selbst in Laienmedien Berichte zu Gadolinium-Präparaten. „MRT-Kontrastmittel kann sich im Gehirn ablagern“, schrieb T-Online. Deutlich zugespitzt wurde daraus in einem Gesundheitsportal: „Ärzte warnen – Vorsicht MRT!“. Bald darauf folgte die Kehrtwende. Das Deutsche Ärzteblatt konstatierte: „Gadolinium: FDA findet keine Hirnschäden durch MRT-Kontrastmittel.“ Zulassungsbehörden reagieren auf die schlechte Datenlage ganz unterschiedlich. Während die US Food and Drug Administration (FDA) Ärzten bis heute zum maßvollen Gebrauch rät, hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA ein Bewertungsverfahren initiert. In Kürze rechnen Experten bei mehreren Kontrastmitteln mit der Rücknahme von Zulassungen.

Das beliebte Kontrastmittel

Zum Hintergrund: In der Magnetresonanztomographie macht man sich die Kernspins von Wasserstoffatomen zu Nutze, die normalerweise ungeordnet in alle Richtungen zeigen. Das Anlegen eines starken Magnetfelds ermöglicht eine kurzzeitige gleiche Ausrichtung. Nach dem Magnetimpuls kehren die Spins in ihre Augangsposition zurück. Die bei dieser sogenannten Relaxation freiwerdende Energie, wird von Scannern erfasst und zu einem Bild weiterverarbeitet. Wasserstoffarmes Gewebe wie beispielsweise Knochen erscheint auf den Bildern dunkel, wasserstoffreiches wie Fett hingegen hell.

Um den Kontrast zwischen ähnlichen Strukturen besser darzustellen, wird häufig Gadolinium eingesetzt. Es ist mit sieben ungepaarten Elektronen eine der stärksten....ganzen Beitrag lesen

Quelle | doccheck.com | von Michael van den Heuvel | Artikel vom 29. September 2017

 

weitere Links:

Risikobewertungsverfahren

 

CHMP bestätigt Einschränkungen bei der Anwendung von linearen gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln: Empfehlungen schließen die wissenschaftliche Bewertung zur Gadolinium-Ablagerung im Gehirn und anderen Geweben ab

31.07.2017 - Gutachten des CHMP

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert darüber, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Bewertung gadoliniumhaltiger Kontrastmittel abgeschlossen hat und bestätigt, dass die Anwendung einiger für MRT-Bildgebungen verwendeter linearer gadoliniumhaltiger Kontrastmittel eingeschränkt und die Zulassungen anderer linearer gadoliniumhaltiger Kontrastmittel ruhen sollen.

Die Empfehlungen des...
zum ganzen Beitrag

Quelle | Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) | Artikel vom 31.07.2017

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erstellt am 31. Mai 2018

 

Rote-Hand-Brief zu Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln

Es gibt einen Rote-Hand-Brief zu Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln, da es nach Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln zu Ablagerung geringer Mengen Gadolinium im Gehirn und anderen Geweben kommen kann.

Die Zulassungsinhaber Gadolinium-haltiger Kontrastmittel informieren in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) darüber, dass es nach Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln zur Ablagerung geringer Mengen Gadolinium im Gehirn und anderen Geweben kommen kann.

ganzen Beitrag lesen

Quelle | www.gelbe-liste.de


Auflistung von Rote-Hand-Briefe

Hier finden Sie von pharmazeutischen Unternehmern versandte Rote-Hand-Briefe seit dem 01.01.2006, sowie so genannte Dear Healthcare Professional Communications und andere Sicherheitsinformationen, mit denen die Fachkreise über neu erkannte, bedeutende Arzneimittelrisiken und Maßnahmen zu ihrer Minderung informiert werden.

Die hier publizierten Dokumente betreffen nur Arzneimittel, für deren Bewertung das PEI zuständig ist.

zur Auflistung

Quelle | Paul-Ehrlich-Institut - www.pei.de

 

Glossar - Rote-Hand-Brief

Quelle | Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte - www.bfarm.de

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erstellt am 14. Mai 2017

Soziales

Rehasport

Egal, ob Gesunde, Vorfallgeschädigte, Behinderte oder Ältere, die Mission von Reha-Sport-Bildung e.V. ist ganz klar die individuelle und gesellschaftliche Förderung von Rehasport in Deutschland für Interessierte und Betroffene! Damit verfolgen wir das Ziel, den Modernisierungsprozess des Gesundheitssystems der BRD zu unterstützen und einen relevanten Beitrag zur Verbesserung der Volksgesundheit zu leisten.

Was ist Rehasport bzw. Rehabilitationssport ?

Ziele des Rehasports

Teilnahme am Rehasport | Ärztliche Verordnung | Kosten

diese Informationen u.v.m. zum Thema finden Sie auf Reha-Sport-Bildung e.V.

Quelle | Reha-Sport-Bildung e.V.

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erstellt am 4. Mai 2017

Fluorchinolone | Antibiotika

Ärzte verschreiben zu oft kritische Antibiotika

Deutsche Ärzte verschreiben zu häufig kritische Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone, die normalerweise nur bei schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen zum Einsatz kommen sollten. Das hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in einer Analyse festgestellt.

Das Institut prüfte, wie häufig Mediziner Fluorchinolone verordneten. Diese Medikamente können schwere Nebenwirkungen wie Sehnenrisse, Depressionen und Angstzustände auslösen und durchlaufen daher aktuell eine neue Risikobewertung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA). In Deutschland stellten sie 2015 jedoch die am vierthäufigsten verordnete Antibiotika-Gruppe dar, bemängelt das WIdO. Knapp 1,9 Millionen Packungen mit diesen Medikamenten seien in diesem Zeitraum abgegeben worden. Das seien16 Prozent aller Antibiotika-Verordnungen. Besonders häufig verschrieben Ärzte Ciprofloxacin.

Mehr als 70 Prozent der Fluorchinolone seien 2015 von Hausärzten verordnet worden, stellten die Mitarbeiter des WIdO fest. Dies zeige, dass die Medikamente durchaus nicht nur bei lebensbedrohlichen Krankheiten zum Einsatz kommen, sondern auch bei Bagatellerkrankungen wie Bronchitis, Sinusitis und unkomplizierten Harnwegsinfekten.

Um Resistenzen...hier geht es weiter

Quelle | aponet.de | Artikel vom 4. Mai 2017

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erstellt am 27. Januar 2017

Antibiotika

Antibiotika: Bis die Packung alle ist ?

Fakt ist: Es werden zu viele Antibiotika eingesetzt. Bleibt die Frage, ob Ärzte sie zu häufig aus Unwissenheit, Bequemlichkeit oder auf Wunsch des Patienten hin verordnen. Experten kritisieren, es gebe zu viele Wissenslücken – vor allem, wenn es um die Dauer der Einnahme geht.

„Ich möchte gern auf der sicheren Seite sein. Wahrscheinlich ist es nur eine virale Bronchitis, aber ganz sicher bin ich mir nicht.“ Wenn man sich die Häufigkeit der Antibiotika-Verordnungen anschaut, sind solche Gedanken eines Allgemeinmediziners nicht ganz abwegig. In den USA erhalten rund drei Viertel aller Patienten mit einem Atemwegsinfekt Antibiotika, obwohl Viren die überwiegende Zahl davon verursachen. In diesem Fall schaden die Bakterienkiller mehr als sie nützen. Ist es mangelndes Wissen, Unsicherheit oder Zeitmangel, dass sich der Antibiotikaverbrauch auf mehrere hundert Tonnen pro Jahr in Deutschland beläuft?

Antibiotika, weil das Wochenende naht

Wer Antibiotika verordnet, sollte einen guten Grund dafür haben, wer sie einnimmt, sollte seinen Arzt nach den Gründen fragen. Petra Gastmeier von der Berliner Charité meint wohl nicht nur die begrenzten Kenntnisse über Antibiotika bei Laien, wenn sie sagt: „Für den richtigen Umgang mit Antibiotika ist Wissen ganz entscheidend, doch da gibt es teils große Lücken, die wir schließen müssen.“

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Quelle | DocCheck News | von Erich Lederer | Artikel vom 27. Januar 2017

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FDA warnt vor leichtfertigem Einsatz:

Fluorochinolon-Antibiotika (Gyrasehemmer) wie:

Gemifloxacin sowie die auch in Deutschland verfügbaren Wirkstoffe Moxifloxacin, Ciprofloxacin, Levofloxacin und Ofloxacin können schwerwiegende Syntome wie Halluzinationen, Verwirrtheit, Missempfindungen («Ameisenlaufen»), Muskel-, Gelenk und Sehnenschmerzen verursachen. Ärzte und Patienten werden aufgefordert, auf mögliche Symptome dieser schwerwiegenden und möglicherweise dauerhaften Nebenwirkungen zu achten.

Quelle | Pharmazeutische Zeitung | 30.05.2016 l PZ

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Schädigungen durch das Antibiotikum Ciprobay

Der Wirkstoff Ciprofloxacin ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden und sollte daher nur als „Mittel der letzten Wahl“ eingesetzt werden. In vielen Ländern ist das Antibiotikum jedoch frei erhältlich und wird unsachgemäß eingesetzt. Oftmals verkündet die Werbung fälschlicherweise, das Produkt sei "für alle Infektionen" bestens geeignet. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren veröffentlicht heute ein erschütterndes Fallbeispiel aus den USA (Quelle: www.ciproispoison.com).

Quelle | Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

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erstellt am 27. Januar 2017

Nahrungsergänzungsmittel

Die tägliche Magnesium-Überdosis

In Deutschland nimmt jeder Dritte Nahrungsergänzungsmittel ein. Besonders beliebt sind Magnesium-Präparate – davon sind mehr als die Hälfte überdosiert, warnen jetzt die Verbraucherzentralen und fordern mehr Kontrolle und Transparenz für Konsumenten.

Jährlich geben Deutsche mehr als eine Milliarde Euro für Nahrungsergänzungsmittel (NEM) aus. Deren regelmäßige Einnahme stufen Experten nicht nur als unnötig, sondern häufig auch als schädlicher ein, als Konsumenten bewusst ist. Hier sind Ärzte und Apotheker gefragt, Patienten und Kunden auf die Risiken der vermeintlich harmlosen Präparate hinzuweisen.

Dauerbrenner Magnesium

Bei Wadenkrämpfen ist Magnesium oft das Mittel der Wahl. Aber auch bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Migräne empfehlen Präparate-Hersteller die Einnahme. Googelt man die Wirkung von Magnesium, scheint die Liste möglicher Anwendungsgebiete endlos. Es verwundert also wenig, dass Magnesium bei Nahrungsergänzungsmitteln absoluter Spitzenreiter ist. Im Jahr 2014 wurden mit dem Mineralstoff über 184 Millionen Euro umgesetzt. Zum Vergleich: Bei Vitamin-B-Kombinationen waren es rund 52 Millionen, bei Calcium-Präparaten beinahe 50, bei Eisen 34 Millionen Euro.

Warnung seitens vzbv

Leise schwingt der Satz „Hilft‘s nicht, schadet‘s nicht“ mit, wenn Patienten aufzählen, welche Präparate sie regelmäßig einnehmen. Mögliche Risiken werden unterschätzt, betont Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). „Viele Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln vermitteln Verbrauchern, sie würden ihrer Gesundheit etwas Gutes damit tun. Häufig aber sind solche Produkte Geldverschwendung, manchmal sogar gesundheitsgefährdend,“ kritisiert er den Status Quo.

Artikel lesen

Quelle | DocCheck News | von Mijou Zimmermann | Artikel vom 27. Januar 2017

 

weitere Links

Verbraucherzentralen für Klartext bei Nahrungsergänzungsmitteln

Quelle | Verbraucherzentrale Bundesverband | Pressemitteilung vom 18.01.2017

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Marktcheck "Magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel"

Quelle | Verbraucherzentrale - Klartext Nahrungsergänzung | Artikel vom 16.01.2017

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