aktualisiert am 22. September 2018 | erstellt im September 2016

 

erstellt am 22. September 2018

Medikamente / Nebenwirkungen

DATENBANK - Nebenwirkungen von Medikamenten nachschlagen

Die Datenbank umfasst alle dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seit 1995 bis Ende 2017 gemeldeten Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) aus Deutschland. Dabei handelt es sich um Fälle, die entweder von Ärzten, Apothekern, anderen Angehörigen von Heilberufen, Patienten, oder vom Hersteller - außerhalb von klinischen Studien - an das BfArM gemeldet worden sind. In den meisten Fällen sind das solche Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Medikamenten nach Zulassung in der breiten Bevölkerung (also bei Anwendung im Praxisalltag) aufgetreten sind, z.B. in Zusammenhang mit der Einnahme von Antibiotika, Antidepressiva, oder der Pille.

Nebenwirkungen melden

Quelle | nebenwirkungen.eu

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erstellt am 14. August 2018

Psychotherapie

Terminservicestellen vermitteln ab Oktober probatorische Sitzungen

Die Terminservicestellen müssen ab 1. Oktober 2018 Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln. Voraussetzung ist, dass eine zeitnahe Behandlung erforderlich ist. Um dies angeben zu können, wurde das Formular PTV 11 entsprechend angepasst.

Jeder Patient bekommt zum Abschluss der Psychotherapeutischen Sprechstunde eine individuelle Patienteninformation auf dem Formular PTV 11. Diese enthält einen Befundbericht mit Ergebnissen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

Kreuzen Psychotherapeuten darauf ab Oktober an, dass eine ambulante Psychotherapie „zeitnah erforderlich“ ist, hat der Patient Anspruch darauf, von den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) innerhalb von vier Wochen einen Termin für eine probatorische Sitzung vermittelt zu bekommen...

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Quelle | Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Praxisnachrichen vom 09.08.2018

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erstellt am 14. August 2018

Meditation

Güte- und Mitgefühls-Meditationen können auch gegen ernste psychische Erkrankungen helfen

Übersichtsarbeit zeigt die Wirksamkeit z.B. bei Depression, Suizidversuchen, und Borderline-Störung

Auch schwere psychische Störungen wie Borderline-Störungen, Depressionen oder Schizophrenie lassen sich mit den beiden Methoden „compassion-based interventions“ (CBIs) und „Loving Kindness Meditation“ (LKM) behandeln und lindern. Das ist das Ergebnis einer Übersichtsarbeit von Johannes Graser, Universität Witten/Herdecke (UW/H), und Ulrich Stangier von der Frankfurter Goethe-Universität.

Aus über 9.000 Arbeiten, die zu diesem Forschungsfeld veröffentlich wurden, haben die beiden die 26 Studien ausgewählt, die strenge Kriterien erfüllten und klinische...
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Quelle | Universität Witten/Herdecke | Pressemitteilung vom 12.07.2018

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erstellt am 14. August 2018

Veranstaltung/Fortbildung

Psychopharmaka reduzieren und ausschleichen

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erstellt am 9. August 2018

Veranstaltung

Herford 2018: Wege aus der Depression:

Antidepressiva absetzen ? !

weitere Informationen zur Veranstaltung

Quelle | www.depression-heute.de

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erstellt am 27. Juni 2018

Arzneimittel | Nebenwirkungen

Nebenwirkungen und verdächtigte Arzneimittelgruppen

Mitarbeiter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben die Spontanberichte in der Nebenwirkungsdatenbank von 1978 bis 2016 analysiert und ihre Ergebnisse kürzlich präsentiert.

 

Insgesamt  345.662 Spontanberichte wurden in Bezug auf die Zahl der Meldungen pro Jahr, Meldequellen, demografischen Parameter, die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen und die häufigsten als verdächtigt gemeldeten Arzneimittelgruppen analysiert. Ihre Ergebnisse haben die Autoren jetzt im Deutschen Ärzteblatt [1] veröffentlicht.

Bei fast einem Viertel der Meldungen  (23,1 %) von Nebenwirkungen  wurden Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems als Verursacher verdächtigt.

Sieht man sich die Nebenwirkungen nach betroffenen Indikationsgebieten an, so traten Nebenwirkungen  in den Gruppen Antithrombotika, systemische Antibiotika und dämpfend wirkende Psychopharmaka besonders häufig auf. Als Nebenwirkungen wurden  Thrombozytopenie, Durchfall und Arzneimittelabhängigkeit besonders oft gemeldet.

Arzt und Patienten melden unterschiedliche Nebenwirkungen und Arzneimittelgruppen

Bei den Ärzten wurden besonders häufig Nebenwirkungen zu Diazepinen, Fluorchinolonen und Heparinen gemeldet. Hier waren es häufig Befunde oder Diagnosen, die gemeldet wurden.

Bei den Patienten betrafen die Nebenwirkungsmeldungen Interferone, antithrombotische Mittel und selektive Immunsuppressiva. Die gemeldeten Nebenwirkungen waren häufig eher subjektiv wahrgenommene unerwünschte Begleiterscheinungen wie Gewichtsveränderungen, Haarausfall oder Schlafstörungen.

Quellen: [1] Dubrall D, Schmid M, Alešik E, Paeschke N, Stingl J, Sachs B: Frequent adverse drug reactions, and medication groups under suspicion—a descriptive analysis based on spontaneous reports to the German Federal Institute for Drugs and Medical Devices from 1978–2016. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 393–400. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0393

Quelle | Gelbe Liste | Autorin - Ellen Reifferscheid | Artikel vom 21.06.2018

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erstellt am 22. Juni 2018

Computerspielsucht

WHO: Computerspielsucht als Krankheit anerkannt

Computerspiele können süchtig machen. Davon ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) überzeugt und hat Computer bzw. Videospielsucht daher in den neuen Katalog der Krankheiten ICD-11 aufgenommen.

Exzessives Computer- oder Videospielen gilt nach dem neuen ICD-Katalog der WHO demnächst als Krankheit. Der Katalog dient zum einen Ärzten als Hilfe bei der Diagnose, zum anderen nutzen Krankenkassen ihn oft als Grundlage für Kostenübernahmen. Mit der Entscheidung wird Computerspielsucht („Gaming disorder“) als eigenständige und behandlungsbedürftige Erkrankung anerkannt.

Rund 34 Millionen Deutsche spielen Computer oder Videospiele, nur ein kleiner Teil davon so exzessiv, dass es ihre Gesundheit gefährdet. Dennoch sollten Angehörige und Freunde aufmerksam werden, wenn die virtuelle Welt den Spielern so wichtig wird, dass sie Familie und Freunde vernachlässigen, ebenso Schule, Ausbildung oder die Arbeit, erklärt Vladimir Poznyak vom Programm Suchtmittelmissbrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO).....

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Quelle | ww.gesundheitsstadt-berlin.de | Autor - anvo | Artikel vom 22. Juni 2018

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erstellt am 22. Juni 2018

Ernährung

MooDFOOD ist ein europäisches Forschungsprojekt, das die Rolle der Nahrungszusammenstelllung, der Ess- und Ernährungsgewohnheiten, sowie des Übergewichts bei der Entstehung von Depressionen untersucht. Ziel ist es, eine wirksame Ernährungsstrategie zu entwickeln, um einer Depression vorzubeugen. 

Insgesamt 14 Forschungseinrichtungen aus Europa sind an diesem von der EU geförderten Projekt beteiligt (www.moodfood-vu.eu). 

Dabei ist die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig und die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Hegerl eines der vier Studienzentren in Europa, wo im Rahmen einer klinischen Studie der Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression näher untersucht werden soll.

In der Studie soll herausgefunden werden, ob die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bzw. einer Beratung zu gesunder Ernährung und Lebensweise wirksam bei der Vorbeugung einer Depression sein kann...

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Quelle | Universitätsklinik Leipzig - www.uniklinikum-leipzig.de

 

Zur Teilnahme an der klinischen Studie für Betroffene geht es hier

Quelle | www.moodfood-vu.eu

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erstellt am 20. Juni 2018

Selbsthilfe

Ergebnisse der vergangenen 6 Jahre zur Selbsthilfestudie

Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven kurz SHILD

haben beteiligte Hochschulen in einer 20-seitigen Broschüre zusammengefasst.

Die wissenschaftliche Untersuchung wurde vom Gesundheitsministerium für Gesundheit finanziert und vom  Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität zu Köln durchgeführt.

Quelle / Informationen | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf  | www.uke.de

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erstellt am 13. Juni 2018

Dauerhafte Antidepressivaeinnahme schadet

Dr. Peter Ansari im Gespräch mit Dr. Michael P. Hengartner, klinischer Psychologe der Zürcher Hochschule

Der klinische Psychologe Dr. Michael P. Hengartner von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat die Langzeitdaten von Personen mit Depressionen ausgewertet (Link). Dabei zeigte sich bei Patienten, die über einen langen Zeitraum antidepressive Medikamente eingenommen hatten, eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs im Vergleich zu Patienten, die nur kurzzeitig oder gar keine Medikamente eingenommen hatten.

Depression-Heute: Herr Hengartner, die Patienten ihrer Untersuchung wurden über einen Zeitraum von 30 Jahren wiederholt untersucht. Können Sie kurz beschreiben, was es mit dieser Personengruppe auf sich hat und wie Sie an die Daten gelangt sind ?

Quelle | www.depression-heute.de

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erstellt am 6. Juni 2018

Antidepressiva

Wenn die helfenden Pillen abhängig machen

Antidepressiva helfen täglich Millionen Kranken. Immer deutlicher zeigen sich nun ihre Nebenwirkungen: Viele, die sie absetzen, leiden unter Entzugserscheinungen.

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Quelle | www.zeit.de | von Christian Heinrich | Artikel vom 3. Juni 2018

 

erstellt am 21. Mai 2018

SCHILDDRÜSENUNTERFUNKTION

Organische Ursache für Depressionen und Ängste gefunden

Millionen Menschen in Deutschland leiden an Depressionen und Angststörungen. Eine Studie legt nun nahe, dass sich Ärzte auch das Blutbild genau anschauen sollten. Denn in gar nicht so wenigen Fällen steckt eine organische Ursache dahinter: eine Schilddrüsenunterfunktion.

Depressionen und Ängste können viele Ursachen haben. Meist werden Patienten zum Psychologen geschickt und/oder mit Antidepressiva behandelt. Oft mit Erfolg – manchmal wollen diese Maßnahmen aber nicht greifen. Dass es gute Gründe gibt, in jedem Fall auch das Blutbild genauer zu untersuchen, legt nun eine große Meta-Studie mit mehr als 35.000 Patienten nahe. Danach gehen 40 Prozent aller Depressionen und 30 Prozent aller Angsterkrankungen auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse – einer Autoimmunthyreoiditis bzw. Hashimoto-Thyreoiditis zurück. Die Wahrscheinlichkeit für eine organische Ursache ist also deutlich größer als bislang vermutet.

Schilddrüsenerkranke haben signifikant häufiger Depressionen und Angststörungen

„Die sorgfältige und aufwändige Arbeit der deutschen Psychiater zeigt auf, dass bei zur Unterfunktion neigenden Schilddrüsenerkrankungen Depressionen und Angststörungen signifikant gehäuft vorkommen“, kommentiert Prof. Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie die Ergebnisse, die im Fachmagazin JAMA Psychiatry erschienen sind....

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Quelle | gesundheitsstadt-berlin.de | Autor: ham | Artikel vom 17.Mai 2018

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erstellt am 10. Mai 2018

Produktinformation

 

Warnhinweis !! zu Diätpillen-Pulvern / Schlankheitsmitteln aus dem Internet

 

Bildqulle | LUA Rheinland-Pfalz

 

Krank statt schlank: Abnehmpillen aus dem Internet enthalten Sibutramin

24 Grad, sonnig: Zeit, die knapperen Klamotten aus dem Schrank zu holen. Viele Verzweifelte, die schon alle Diäten und Tipps ausprobiert haben, von denen aber keine so richtig fruchten wollten, sehen in Diätpillen oft eine letzte Chance, schnell noch in Bikiniform zu kommen. Doch die Diätpillen und -pulver aus dem Internet bergen allerhand Risiken. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz hat in den drei Schlankmachern „Like Slim Kiwi + Melon“, „Like Slim Coffee“ und „We Angles“ den verbotenen und gesundheitsschädlichen Arzneiwirkstoff Sibutramin nachgewiesen.

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz warnt aktuell vor den Schlankheitsmitteln „Like Slim“ und „We Angeles“. Bei „Like Slim“ handelt es sich in beiden Fällen um Pulver zum Auflösen in Wasser, bei „We Angles“ um arzneiähnliche Kapseln. Die Produkte haben keine deutsche Kennzeichnung. Sie stammen mutmaßlich aus Thailand, wurden übers Internet bestellt und vom Zoll bei der Einfuhrkontrolle beschlagnahmt. Beide Mittel enthalten den gesundheitsschädlichen Wirkstoff Sibutramin.

 

Sibutramin - seit 2010 in Deutschland nicht mehr zugelassen

Sibutramin (Reductil®) gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin- und Noradrenalin- Reuptake Inhibitoren (SSNRI). Die Substanz wirkt appetithemmend und verstärkt das Sättigungsgefühl. Es wird diskutiert, ob neben der Wiederaufnahmehemmung der Neurotransmitter die Erhöhung der Thermogenese auch an der Wirkung beteiligt ist. Die These ist aber umstritten. Sibutramin wurde ursprünglich als Antidepressivum entwickelt, in dieser Indikation aber nicht untersucht oder zugelassen. Aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen ruht die Zulassung der Sibutramin-haltigen Arzneimittel seit 2010.

Quelle | ptaheute.de | Artikel vom 7.5.2018

 

weitere Beiträge zu Sibutramin:

Lebensbedrohliches Sibutramin

Quelle | Verbrauerzentrale | meine-verbraucherzentrale.de

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Gepanschtes: Die Datenbank

Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel im Internet zu kaufen, wird immer populärer. Vielen erscheint das Angebot dort besonders günstig, und manche nutzen das Internet, um ohne Rezept verschreibungspflichtige Medikamente zu bestellen, beispielsweise Anabolika zum Muskelaufbau oder erektionsfördernde Mittel. Das ist illegal und gefährlich. Ein besonderes Problem sind angeblich „natürliche“ Produkte, die via Internet vermarktet werden, aber nicht deklarierte Arzneistoffe enthalten. Das können  verschreibungspflichtige, nicht zugelassene oder verbotene Wirkstoffe sein. Solche Panschereien fasst GPSP in einer eigenen Datenbank zusammen. Das Register ermöglicht Ihnen eine alphabetische Suche.

 

Alphabetisches Register Gepanschtes

Quelle | Gute Pillen - Schlechte Pillen | gutepillen-schlechtepillen.de

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erstellt am 26. April 2018

Eingeschränkte Fahrtüchtigkeit durch Antidepressiva hat auch für den Arzt Konsequenzen

Eingeschränkte Psychomotorik, verringerte Reaktionsfähigkeit, Sedierung – es gibt viele gute Gründe, sich mit manchen Antidepressiva nicht ans Steuer zu setzen. Trotzdem tun es viele Patienten.

Autofahren gehört zum Alltag – das gilt auch für viele Psych­iatriepatienten. Etwa 80 % der stationär behandelten Depressiven geben an, einen Führerschein zu besitzen, jeder siebte von ihnen benutzt ihn auch. Dabei hätte man in vielen Fällen besser davon abraten sollen. Die aktuelle Studienlage weist darauf hin, dass gerade ältere Antidepressiva die Fahrtüchtigkeit deutlich einschränken – dies gilt vor allem für den Therapiebeginn und für ältere Menschen. Das Risiko eines Unfalls liegt in manchen Untersuchungen nach Einnahme der Substanzen um rund das Dreifache höher, schreiben Privatdozent Dr. Alexander Brunnauer­ von der Neuropsychologie des kbo-Inn-Salzach-Klinikums in Wasserburg und sein Münchener Kollege Professor Dr. Gerd Laux.

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Quellangaben: Brunnauer A, Laux A. internistische praxis 2018; 59: 101-109

Quelle | medical-tribune.de | Autor Michael Brendler | Artikel vom 12.04.2018

 

weiterer Beitrag:

Quelle | der-arzneimittelbrief.de

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aktualisiert am 10. April 2018 | erstellt am 9. April 2018

Produktinformation

 

Warnhinweis !! | Neue Diätpille Mysimba

enthält Antidepressivum Bupropion (ein amphetaminartigher Stoff)

und den Opioidrezeptorantagonisten Naltrexon

Bildquelle - Navamedic

Neue Diätpille: Abnehmen durch Erbrechen

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ist im Januar 2018 in Deutschland eine neue Diätpille auf den Markt gekommen – trotz erheblicher Sicherheitsbedenken. Bei Mysimba® handelt es sich um die kritische Kombination eines Amphetamin-artigen Antidepressivums und eines Wirkstoffs aus dem Drogenentzug.

Bei Mysimba® handelt es sich um ein neues verschreibungspflichtiges Medikament zur Gewichtsreduktion. Einer der beiden Wirkstoffe in dem neu zugelassenen Kombinationspräparat ist Bupropion, das zur Gruppe der Amphetamine gehört und das die Noradrenalin-Konzentration in den Synapsen des Gehirns erhöht; zusätzliche Wirkungen auf den Neurotransmitter Dopamin sind strittig. Als Einzelsubstanz eingesetzt wird Bupropion bisher zur Raucherentwöhnung und zur Behandlung schwerer Depressionen.

Gefährliche Nebenwirkung

Nach der Erstzulassung in den USA 1984 wurde Bupropion zwei Jahre später wegen des Risikos tödlich verlaufender Krampfanfälle vom Markt genommen. 1989 wurde es dann in niedrigerer Dosierung wieder in den Handel gebracht. Bekannte Risiken einer Bupropion-Anwendung sind erhöhte Suizidalität und vermehrte Depressionen. Zu den häufigeren Nebenwirkungen von Bupropion gehört – neben Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Tinnitus, Bauchschmerzen, Hautausschlag, Fieber, allgemeiner Schwäche und Blutdrucksteigerungen – auch Appetitminderung.

Der zweite Wirkstoff der Mysimba®-Kombination ist Naltrexon, ein im Opiat- und Alkoholentzug eingesetzter Opioidrezeptor-Antagonist. Trotz seiner weiten Verbreitung in der Psychiatrie ist die Wirksamkeit von Naltrexon im Opiatentzug noch immer fraglich. Wie bei Bupropion ist auch bei Naltrexon die Appetitminderung eine bekannte Nebenwirkung – gemeinsam mit anderen häufigen Nebenwirkungen wie Schlaf- und Affektstörungen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Brust-, Gelenk- und Kopfschmerzen, Impotenz, allgemeiner Schwäche, Schüttelfrost und Hautausschlägen.

Die Retardtabletten enthalten jeweils die Kombination von 8 mg Naltrexon-Hydrochlorid und 90 mg Bupropion-Hydrochlorid enthalten. Die Dosis wird von anfangs...

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Studienlage zur Wirksamkeit

Die Zulassung von Mysimba® war – vor diesem Hintergrund mehr als verständlich – von Anfang an sehr umstritten. So hatten insbesondere die französische und die irische Arzneimittelbehörde erhebliche Sicherheitsbedenken.....

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Sicherheitsdaten fehlen

Sowohl die amerikanische als auch die europäische Arzneimittelbehörde halten weitere Studien zur Sicherheit von Mysimba® für zwingend und haben sie zur Auflage der erfolgten Zulassung und bereits erfolgten Vermarktung gemacht. Die Ergebnisse dieser Sicherheitsstudien werden allerdings frühestens für das Jahr 2022 erwartet. Der arzneimittelrechtlich unbedarfte Laie würde vermutlich erwarten, dass eine Zulassung erst dann erteilt wird, wenn diese Sicherheitsdaten vorliegen. Dem ist im Fall von Mysimba® jedoch nicht so.

Aufgrund der aktuellen Studiendaten ist es weder pharmakologisch noch ernährungsmedizinisch nachvollziehbar, dass Mysimba® die Zulassung erteilt wurde. Über die Hintergründe dieser Entscheidung kann man nur spekulieren.

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Fazit: Finger weg von Mysimba®

Bei unklarer Wirksamkeit, kritischer Nutzen-Risiko-Relation, schwerwiegenden Nebenwirkungen und fraglicher Auswirkung auf die mittelfristige Gewichtsentwicklung und die Sterblichkeit sollte von der Anwendung von Mysimba® dringend abgeraten werden.....ganzen Beitrag lesen
 

Quelle | DockCheck News | Ernährungsmedizinblog | Artikel vom 04.04.2018

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erstellt am 8. März 2018Soziales

Umstrittene Psychotherapie-Reform

"Patienten sind in einer Schleife gefangen"

Seit 2017 können Menschen in psychischen Krisen schneller ein Gespräch beim Psychotherapeuten führen. Doch die Wartezeiten für eine Behandlung haben sich mitunter deutlich verlängert.

Die Psychotherapie-Reform im April 2017 sollte alles besser machen. Menschen in psychischen Krisen oder mit akuten Erkrankungen sollen schneller einen Psychotherapeuten sprechen - und eher Hilfe erhalten. Nicht einmal ein Jahr später wird allerdings deutlich: Die Lage spitzt sich für Therapiebedürftige sogar zu. Sie warten nicht nur weiterhin auf einen Behandlungsplatz, die Kassen blockieren ihnen nun auch vehement alternative Wege.

 
 
Seit der Reform muss jeder Psychotherapeut mit einer Kassenzulassung...zum ganzen Beitrag

Quelle | spiegel.de  Gesundheit | Autorin Jana Hauschilde | Artikel vom 11.02.2018

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Bundesweite Fallberichte online

Informationen für Patienten

Quelle | kassenwatch.de

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erstellt am 3. März 2018

Psyche | Soziales

Psychiater warnt  

Einsamkeit kann eine tödliche Krankheit sein

Aus Sicht des Ulmer Psychiaters Manfred Spitzer ist Einsamkeit ein Megatrend, der nicht unterschätzt werden darf. In seinem neuen Buch will der Hirnforscher belegen: Einsamkeit ist eine Krankheit – noch dazu ansteckend und sogar tödlich.

Ist Einsamkeit eine Krankheit ? Ein Leiden, das ansteckend ist und sogar tödlich verlaufen kann ? Der Ulmer Psychiater Manfred Spitzer will genau das belegen: In seinem neuen Buch "Einsamkeit, die unerkannte Krankheit" beschreibt er, welchen gravierenden Einfluss das Phänomen seiner Ansicht nach auf Körper und Seele der Betroffenen haben kann. Seine These: Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere Menschen beispielsweise an Krebs, einem Herzinfarkt, Schlaganfall, an Depressionen oder Demenz. Zudem breite sich Einsamkeit aus wie eine Epidemie – man könne bereits jetzt von einem Megatrend sprechen.

Lässt sich Einsamkeit diagnostizieren ?

Doch schon die Frage, ab wann ein Mensch eigentlich einsam ist, ist gar nicht so leicht zu beantworten – denn grundsätzlich ist das auch eine subjektive Einschätzung: Man fühlt sich einsam. "Mancher lebt zwar allein (also in einem Singlehaushalt), ist aber dauernd mit Freunden zusammen, wohingegen andere zum Beispiel als Paar im fortwährenden Rosenkrieg zusammenleben und nur selten mit anderen Kontakt haben", schreibt Spitzer.....zum ganzen Beitrag

Quelle | t-online.de | Autorin Kathrin Drinkuth, dpa | Artikel vom 03.03.2018

 

weitere Beiträge:

Megatrend

Schlimme Krankheit Einsamkeit

Quelle | welt.de | von Kathrin Drinkuth | Artikel vom 02.03.2018

 

Manfred Spitzer: Einsamkeit macht krank

Quelle | mdr.de | von von Reinhard Bärenz,  Hauptredaktionsleiter MDR KULTUR

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erstellt am 1. März 2018

Soziales

Neues Modellprojekt  NPPV

„Neurologisch-psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung“ 

für Patienten mit psychischen oder neurologischen Erkrankungen erfolgreich gestartet

Eine Versorgungschance für Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen in der Region Nordrhein. NPPV ist ein gemeinsames Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und der IVPNetworks GmbH.

weiterführende Links:

Erfolgreicher Start für NPPV-Projekt

Quelle | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein | Pressemitteilung vom 18.09.2017

 

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erstellt am 11. Februar 2018

Psychopharmaka

 

Keine Wunderpillen

Psychopharmaka haben einen zweischneidigen Ruf. Zweilfellos helfen sie Menschen mit psychischen Krankheiten, ihren Alltag zu bewältigen. Kritiker verweisen aber darauf, dass oft zu schnell auf sie zurückgegriffen wird.

Psychopharmakon stammt aus dem Altgriechischen und heißt »Arzneimittel der Seele«. Die Grundidee dieser Medikamentenklasse scheint einleuchtend: Bei Schnupfen nimmt man Schnupfenspray, bei Husten Hustenbonbons, bei Herzbeschwerden Herzmittel und bei Niedergeschlagenheit eben Psychopharmaka. Ganz so einfach ist die Sache aber nicht. Denn zum einen ist die Wirkweise der Psychopharmaka nicht ganz so klar wie die eines schleimhautabschwellenden oder gefäßerweiternden Medikamentes. Und zum anderen sind sie umstritten, greifen sie doch in unsere Persönlichkeit und Empfindungen ein. Seit in den 50er Jahren das erste Antidepressivum auf den Markt kam, sind Psychopharmaka mit Hoffnungen, Erwartungen und Ängsten aufgeladen - die sich manchmal erfüllen und manchmal eben auch nicht. Es ist deshalb unmöglich, eine allgemeine Aussage darüber zu machen, ob Psychopharmaka gut oder schlecht für den einzelnen Patienten sind. Letztendlich muss das jeder abhängig von der Lebenssituation und in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt selbst entscheiden.

So wirken Anti-Depressiva

Nervenzellen kommunizieren über Neurotransmitter miteinander. Empängt eine Nervenzelle einen Reiz, sendet sie Neurotransmitter, zum Beispiel Serotonin...zum ganzen Beitrag

 

Quelle | tagesspiegel.de | Artikel von Anna Ilin

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erstellt am 9. Februar 2018

Schmerzmittel

Ibuprofen und Paracetamol

Studie: OTC-Schmerzmittel beinflussen Gefühle und Verhalten

Nicht verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol beeinflussen Gefühle und Verhalten womöglich stärker als gedacht. Sie dämpfen anscheinend nicht nur das physische Schmerzempfinden, sondern auch die Gefühle, berichten Forscher der Universität Kalifornien in Santa Barbara jetzt in einem Review im Fachmagazin «Policy Insights from the Behavioral and Brain Sciences». So empfanden Frauen emotional schmerzliche Erfahrungen, zum Beispiel von einem Spiel ausgeschlossen zu werden oder über einen Betrug zu schreiben, als weniger schlimm, wenn sie eine Dosis Ibuprofen genommen hatten, im Vergleich zu Frauen unter Placebo. Bei Männern zeigte sich allerdings der gegenteilige Effekt.

Auch die Empathie wird Studien zufolge beeinflusst: Testpersonen, die eine Dosis Paracetamol eingenommen hatten, reagierten.....ganzen Beitrag lesen

Quelle | Pharmazeutische Zeitung - Nachrichten | Artikel vom 8.2.2018 | PZ 

 

weiterer Beitrag zum Thema:

Die psychischen Wirkungen von Paracetamol und Ibuprofen

Die frei verkäuflichen Schmerzmedikamente wie Ibuprofen und Paracetamol (auch unter dem Namen Acetaminophen bekannt) können die Psyche beeinflussen, z.B. wie Menschen Informationen verarbeiten, Gefühle wahrnehmen und auf emotional stimmungsvolle Bilder reagieren, so die jüngsten Studien.

ganzen Beitrag lesen

Quellenangabe: University of California; Policy Insights from the Behavioral and Brain Sciences - https://doi.org/10.1177/2372732217748965; Feb. 2018

Quelle | psylex.de | Artikel vom 7.2.2018

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erstellt am 27. Januar 2018

ADHS

ADHS bleibt selten allein

Erwachsene mit ADHS haben häufig auch andere Erkrankungen. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten liegt eine psychiatrische Komorbidität vor. Diese Begleiterkrankungen machen es schwer, den Patienten richtig zu behandeln. Was raten Psychiater, Neurologen und Psychologen ?

Erwachsene mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben häufig auch andere Erkrankungen. DocCheck sprach mit Psychiatern, Neurologen und Psychologen, die Experten auf dem Gebiet der ADHS sind. Einer davon ist Bernhard Kis. Er ist stellvertretender Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen. „ADHS bei Erwachsenen ist mit einer Vielzahl an komorbiden psychiatrischen Störungen assoziiert“, sagt er. „ Bei mehr als 80 Prozent der Patienten liegt eine begleitende psychiatrische Komorbidität vor, welche das Management hinsichtlich Erkennung, Diagnosestellung und Behandlung erschwert.“ Dazu zählen affektive Erkrankungen wie depressive Erkrankungen, Anpassungsstörungen, Angststörungen, Substanz- oder Persönlichkeitsstörungen. ADHS gilt als prototypisches Störungsbild mit sehr heterogenem klinischen Erscheinungsbild. „Man sagt, ADHS ist nicht gleich ADHS“, erklärt der Psychiater und Neurologe Kis.

Es liegt in der Familie

Ein weiterer Experte ist der Psychologe Christian Mette. Er leitet seit 2014 die Forschungsgruppe ADHS bei Erwachsenen am LVR-Klinikum Essen. Er sagt, es gebe eine Verbindung zwischen diesen Störungen.  Am LVR-Klinikum hätte eine Studie ergeben, dass das serotonärge System bei ADHS in Mitleidenschaft gezogen sei, erklärt er. Zudem gebe es scheinbar eine genetische Prädisposition für ADHS und komorbide psychische Störungen.

„ADHS ist unabhängig von der Lebensphase, in der die Störung erkannt und behandelt wird, eine Erkrankung mit hoher familiärer Häufung“, betont auch Kis. Sowohl genetische Zusammenhänge als auch verschiedene Umweltfaktoren seien mit dem Störungsbild in großen...ganzen Beitrag lesen

Quelle | DocCheck News | Autorin Alexandra Grossmann | Artikel vom 18. Januar 2018


 



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