aktualisiert am 7. Juni 2019 | erstellt am 5. April 2019

 

erstellt am 7. Juni 2019

Antidepressiva

Antidepressiva: Absetzen und abstürzen

Die Zahl der verordneten Antidepressiva hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Unklarheit herrscht allerdings nach wie vor beim Beenden der Therapie: Absetzsyndrome können für Patienten gefährlich werden.

Jahr für Jahr werden mehr Antidepressiva verschrieben. Zwischen 2008 und 2018 sind die Verordnungen bei der Kaufmännischen Krankenkasse um 26 Prozent gestiegen. Die Techniker Krankenkasse verzeichnete zwischen 2007 und 2017 eine Zunahme von 50 Prozent. Wie lassen sich die steigenden Zahlen erklären?

Auf die Frage, ob Depressionen häufiger geworden sind, antwortete der Psychiater Prof. Ulrich Hegerl im Deutschlandfunk: „Wir hatten vor 30 oder vor 20 Jahren ebenso viele Depressionen wie jetzt. Es wird nur jetzt die Diagnose häufiger gestellt, weil mehr Menschen sich Hilfe holen und die Ärzte die Erkrankung besser erkennen.“

Doch steigende Verschreibungszahlen könnten auch mit dem Absetzen der Antidepressiva zusammenhängen. Eine Studie zeigt: Viele Patienten leiden beim Ausschleichen unter Beschwerden − manchmal so schwer, dass die Dosis wieder hochgesetzt wird.

Absetzsyndrom vor allem beim plötzlichen Absetzen?

Durch die Einnahme von SSRI beziehungsweise SSNRI wird die Serotonin-Konzentration im Liquor erhöht. Bei einer längerfristigen Therapie entsteht aufgrund des Botenstoff-Überschusses eine Toleranz. Wird das Mittel wieder abgesetzt, fehlt es an Serotonin und das Gehirn versucht das chemische Gleichgewicht wiederherzustellen. Dabei kann das sogenannte SSRI-Absetzsyndrom auftreten. Unruhe, Schlaflosigkeit, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, grippeähnliche Symptome, Empfindungsstörungen, Verdauungsprobleme und starkes Schwitzen gehören zu möglichen Symptomen.

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Quelle |  www.doccheck.com | Autorin  Hanna Stern | Artikel vom 21.5.2019

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erstellt am 1. Juni 2019

Antidepressiva

Schwere Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Antidepressiva

 

Gefahren beim Absetzen von Antidepressiva

Bei Depressionen nehmen Patienten oft sogenannte Antidepressiva ein. Wenn diese Medikamente abgesetzt werden, können schwere und langanhaltende Entzugserscheinungen auftreten. Leider wissen viele Patienten nichts davon. Darum fordern Experten, die Richtlinien zur Einnahme von Antidepressiva zu verändern.

Forschende vom Royal College of Psychiatrists erklärten, dass die offiziellen Leitlinien zum Absetzen von Antidepressiva zur medizinischen Behandlung von Depressionen angepasst werden müssen, weil viele Patienten nach dem Absetzen lange Zeit unter schweren Symptomen wie Unruhe, Schlafstörungen und veränderten Empfindungen leiden.

 

Wie leicht lassen sich Antidepressiva absetzen ?

Wenn Menschen Antidepressiva absetzen, leiden sie häufig unter Entzugserscheinungen.

Die meisten Personen sollen laut den Richtlinien des National Institute for Health Care Excellence (NICE) die Einnahme von Antidepressiva problemlos innerhalb von nur vier Wochen beenden können. Forschende des Royal College of Psychiatrists sind aber der Meinung, dass die offiziellen Leitlinien die gesamte Bandbreite der Patientenerfahrungen widerspiegeln müssen. Es sei zunehmend offensichtlich, dass einige Patienten länger unter schweren Symtomen leiden. Die vorhandenen Richtlinien werden jetzt zum ersten Mal seit zehn Jahren aktualisiert. Dies wird hoffentlich.....ganzen Beitrag lesen

Quelle |  www.heilpraxisnet.de | Autor Alexander Stindt | Artikel vom 1.6.2019

 

siehe auch rcpsych.ac.uk

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erstellt am 5. April 2019

Prävention | Depressionen

Jugendliche wollen Aufklärung über Depressionen an Schulen

Deshalb richten sie sich mit einer Petition an den bayerischen Landtag.

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Quelle | jetzt.de  - Partner von Süddeutsche Zeitung

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erstellt am 5. April 2019

Antidepressiva

Machen Antidepressiva abhängig ?

Die dunkle Seite der Stimmungsaufheller

Viele Menschen berichten von starken Beschwerden wie Ängsten, Unruhe und Missempfindungen, wenn sie Antidepressiva absetzen - selbst dann, wenn die Wirkstoffmenge nur langsam reduziert wird. Immer mehr spricht dafür, dass Ärzte solche Entzugserscheinungen lange unterschätzt haben.

 

Kopf- und Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Sehstörungen, Tremor, Muskelzuckungen, Tinnitus, Nervosität, Panikattacken und vieles mehr: Die Liste an Symptomen, die Tim* plagten und unter denen er teilweise noch immer leidet, ist erstaunlich lang. Die diffusen Beschwerden begannen im Frühling 2017, als der heute 27-Jährige in Absprache mit seinem Arzt anfing, die Medikamente gegen seine Depression zu reduzieren.

Der Psychiater und Psychotherapeut Uwe Gonther kennt solche Fälle nur zu gut. »Es gibt immer wieder Patienten, die massive Probleme haben, wenn sie ihre Antidepressiva absetzen«, sagt der Chefarzt des AMEOS Klinikums Dr. Heines in Bremen. Meistens haben die Betroffenen die Mittel zuvor über mehrere Jahre hinweg eingenommen. Er ist der Meinung, dass man solche Symptome lange zu wenig beachtet hat: »Der Großteil des Wissens darüber basiert auf der Erfahrung von Patienten und Ärzten und nicht auf evidenzbasierter Medizin.« Es fehle an systematischer Forschung.

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Quelle | spectrum.de - Partner von ZEIT ONLINE

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aktualisiert am 5. April 2019 | erstellt am 22. September 2018

Medikamente | Nebenwirkungen

DATENBANK - Nebenwirkungen von Medikamenten nachschlagen

Die Datenbank umfasst alle dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seit 1995 bis Ende 2017 gemeldeten Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) aus Deutschland. Dabei handelt es sich um Fälle, die entweder von Ärzten, Apothekern, anderen Angehörigen von Heilberufen, Patienten, oder vom Hersteller - außerhalb von klinischen Studien - an das BfArM gemeldet worden sind. In den meisten Fällen sind das solche Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Medikamenten nach Zulassung in der breiten Bevölkerung (also bei Anwendung im Praxisalltag) aufgetreten sind, z.B. in Zusammenhang mit der Einnahme von Antibiotika, Antidepressiva, oder der Pille.

Nebenwirkungen melden

Quelle | nebenwirkungen.eu

 

 

 


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